Donnerstag, 29. Dezember 2011

Die letzte Motivation menschlichen Handelns

 Um mal in meine Vorstellungen zur Moralphilosophie einzuleiten.

Das Bestreben des einzelnen Menschen ist einzig und alleine auf sein eigenes Glück als letztes Ziel ausgerichtet. Allein dies, diese Gefühle wie Schmerz und Freude, sind die Wahrnehmungen die Motivation menschlichen Handelns zu sein scheinen. Dafür vermag ich selbstverständlich keinerlei Beweise anführen, es scheint auch nicht begründet warum der Mensch dies tut, handelt es sich doch um die letzte Motivation, deren Begründbarkeit gäbe es sie nur in einer höheren Motivation liegen könnte, eine letzte Motivation kann jedoch nicht durch eine noch höhere Motivation begründet werden. Das ist natürlich noch keine Begründung mir zu glauben, dies sei so, man muss sich ledglich selbst vor Augen führen nach welchen Dingen man trachtet und wenn es sich nicht um Glück, oder Leid in seinen mannigfaltigen Formen handelt, so wird man feststellen das es wiederum ein Grund gibt warum man nach diesem trachtet und letztendlich wird ein jeder wenn er ehrlich ist so feststellen müssen, dass das Bestreben nach Glück und die Vermeidung von Schmerz das einzige wahre Ziel des Handelns ist.

Der Mensch als soziales Tier, lebt gemeinsam mit anderen Menschen und weiß mit ihnen zusammenzuarbeiten und anderen Mitgliedern der Gesellschaft, auf vermeintlich selbstlose Weise, zu helfen. Er spürt Mitleid und ist an dem Wohl anderer Menschen interessiert.
Dies hat zunächst den offensichtlichen Grund, dass man sich praktische Vorteile, wie eine bessere materielle Lage, von eben jenem sozialen Verhalten erwünschen mag, es hat andererseits den Grund, dass unsere Gefühle auch unmittelbar, auch ohne eine Zwischenkausalität, an die wahrnehmbaren Gefühle anderer Menschen gekoppelt sind. Durch Empathie fühlen wir mit, wir verstehen was andere Menschen fühlen und lassen uns in gewisserweise von ihnen anstecken. Dies ist oft Grund zur Annahme nicht nur die eigenen Gefühle seien letzte Motivation menschlichen Handelns, sondern eben auch fremde. Ein fataler Fehlschluss, die fremden Gefühle sind nur  Motivation insofern sie unsere eigenen beeinflussen, insofern sie unsere eigenen sind. Denn Mittels unseres Verstandes können wir annehmen, dass die anderen Menschen sehrwohl noch viel mehr fühlen, als wir mitbekommen, was dann jedoch keinerlei Motivation bietet. Leiden von denen wir nichts wissen, von Leuten von denen wir nichts wissen versuchen wir nicht zu beseitigen, wie auch. Motivation bietet einzig und allein das emotional wahrnehmbare, das heißt unsere eigenen Gefühle.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

man dachte es wäre nacht

ein kerkerverlies
fensterlos

man hört den regen prasseln
leise und dumpf

die tür springt auf
wendeltreppe
kalter stein
schwere schritte
schritte nach oben

die sicht auf einen wilden garten
gestrüpp
vereinzelt bäume
eine furchteinflößende weide

regnerischer nacht
leichter wind
graue dunkelheit

letzter schritt nach draußen
langsame schritte
über den rasen
an alten bäumen vorbei
trostlos tropft der regen hinunter

schmaler geteerter weg
gesäumt mit bäumen
löcher und
risse
am boden

der vorsichtige blick zurück
ein altes verfallendes schloss

ein langsamer trott

bergige landschaft
keine menschenseele

wegesgabelungen

an einer leichten anhöhungen
begegnung mit einer frau
sie kommt näher
beim vorbeigehen
ein blickkontakt
sie schaut schnell zum boden
er wendet sein blick zur seite
vorbei

ein leichter schimmer am himmel
man dachte es wäre nacht
die sonne kommt zwischen den wolken hervor

es ist tag
so spielt das wetter
immer heller
immer heller

schritte in die gleiche richtung
schritte
schritte
schritte

die blätter des kirschbaums reflektieren
die gefühle werden wärmer
der rhythmus schneller
ein sehnsüchtiger Blick gen Himmel
ein wunderschöner Kontrast aus sonne
und wolken

wider nach unten, doch auch
das wasser
der pfützen
in den kleinen löchern
auf der straße
strahlt
heller

mehrluft

noch immer geht’s
berghoch
nun steiler

auf den wiesen abseits der straße wachsen hohe gräser
kein gestrüpp

möven kreischen
das rauschen des meeres

klippe
der erste blick aufs meer
aufs unendlich weite
ruhige
sehnsüchtige meer

Schwankende Gefühle

Das Leben ist ein auf und ab der Gefühle.
Mal geht es einem gut, im nächsten Moment schlecht.
Oft kann man nicht mal klar sagen ob es einem gerade gut oder aber schlecht geht.
Die Gefühle erscheinen als Geiseln der Umstände, feste Umstände deren Verschiebung schwer ist und gut überdacht seien sollte.
Dann jedoch scheinen die Gefühle einfach zu kommen, wenn man sie gerade nicht erwartet, sie missachten ihre Herren. Heißt wohl jedoch heißt nur man hat ihre Abhängigkeiten nicht nicht richtig erkannt, denn König hinter dem Fürsten nicht gesehen.
Doch dann sind es die ganz kleinen Könige, Kleinigkeiten, die man nie im Auge hatte.

Die Moralphilosophie sollte sich wider mit dem eigentlichen Lebensthema eines jeden Menschen befassen: Wie werde ich glücklich? Wenn wir einmal ehrlich zu uns sind, ist dies doch die einzige Frage die von letzter Relevanz ist.

Sonntag, 13. November 2011

Ein Idealist wird man schnell geschimpft, wenn man gutes will.
Als utopisch werden seine Ziel deklariert und somit abgetan.

Kann man den Hunger auf der Welt beseitigen?
"Nein, natürlich nicht, wie utopisch."
Nicht gesprochen, doch gedacht.
So setzten sich die wenigsten ernsthaft hierfür ein.

Man sieht die Bilder im Fernsehn.
"Ach wie schlimm das ist" und
man spendet an greenpeace,
man fühlt sich besser und
macht es sich gemütlich im warmen wohnzimmer

Große Bewegungen gab es einst,
die forderten "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"
Was ist geblieben ....

Es hat sich eine allgemeine Stimmung gegen Weltverbesserer durchgesetzt,
"Gutmenschen" werden sie geschimpft,
Träumern spricht man die Fähigkeit ab,
sinnvoll zu handeln.

Ich frage: "Wie handelt jemand ohne Ziel?"
Visionen sind ehrbare Ziele,
aber auch Menschen ohne Visionen haben Ziele ....

Santigold | L.E.S. Artistes



einfach nur schöner song, denn ich heut widerentdeckt habe, denn hört man am besten richtig laut, hab den mal aufm mp3 player morgens auf ner busfahrt bei richtig dichtem nebel gehört, einfach nur schön

Donnerstag, 5. Mai 2011

Tod sein und Sterben

Sterben will ich nicht, aber tot zu sein achte ich für nichts.
(Epicharmos ca.  540 - 460 v. Chr)
Dies halte ich für eine, wenn auch schlicht anmutende, doch sehr weise Bemerkung. Der Mensch hat Angst vom Tod, vor welchem er eigentlich nichts zu befürchten hat, denn ein Toter hat weder Schmerz noch sehnt er sich zu Leben, denn er ist ja gar nicht existent. Anders gesagt: Das Prädikat steht niemal ohne das Subjekt.
Doch was soll nun das Sterben bedeuten: Einen Übergang vom Leben zum Tod? Wohl kaum, denn das würde heißen weder existent noch nicht existent, es kann keinen Übergang geben, es gibt nur Leben und Tod.
Das Wort Sterben, kann somit keinen Übergang meinen also muss es etwas während des Lebens bezeichnen. Sterben kann wohl nur als der Moment vorm Tod bezeichnet werden, quasi in die Zukunft sehend, kann jemand sagen, dass er gerade stirbt. Gut nun finde ich das Zitat aber doch nicht mehr ganz so toll: Er will nicht sterben, bezieht er sich damit auf Quallen, denn die kann man dem Sterben zu ordnen, wenn man davon ausgeht, dass sie zum Tod führen, oder bezieht er sich auf die Angst vor dem Tod welche man während des Sterbens wohl bekommen mag? Doch er meint ja dieses tot sein wäre im gleich, also wirds dies wohl kaum sein